Geschichte

Im Januar 1960 setzten sich einige gestandene Musiker um den jetzigen Ehrenvorstand Franz Katzenberger zusammen und beschlossen, endlich eine ordentliche Musikvereinigung zu gründen. Dass dies nicht einfach werden würde, war von vornherein klar, da es zu diesem Zeitpunkt noch eine zweite Kapelle im Ort gab, die sich aus Musikern der Umgebung zusammensetzte. Beim ersten Vorstand Josef Seuberling wurde das Wohnzimmer zum Probenraum umfunktioniert und die Ära der Musikvereinigung Burglauer nahm ihren Lauf. Als Hauptziel setzte man sich, die Musik für das dörfliche Leben zu gestalten. Beerdigungen, Kirchenmusik, Hochzeits- und Geburtstagsständchen waren die Anfänge.

Musikheim Burglauer

Musikheim Burglauer

Nach dem Beitritt zum Nordbayerischen Musikbund wurde unter Dirigent Eckbert Warmuth die konzertante Musik und das Spiel in kleinen Gruppen gepflegt. Musiker aus der Jungendkapelle spielten sich unter dem Namen „Burgläuerer Bochklöß“ im Wettbewerb „Jugend musiziert“ bis zum Bundesentscheid in Bonn hoch, vom Bayerischen Rundfunk wurden Musikaufzeichnungen aufgenommen und gesendet. Bei Wertungsspielen schaffte es das gesamte Orchester bis zur Kunststufe mit Auszeichnung.

Danach kam Anfang der 70er Jahre der Umbruch: Erster Flügelhornist Erich Binder übernahm die musikalische Leitung und Vorsitzende Franz Katzenberger wollte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr weiterführen. Der 24-jährige Wolfgang Bötsch wurde von seinen Kollegen überredet diese Position zu übernehmen, den gewünschten Kurswechsel zu steuern. Nach langen Diskussionen beschloß man, sich von konzertanter Musik zu trennen und voll in die Unterhaltungsmusik einzusteigen. Eine Gesangsanlage, Conferencier, Bass-Gitarrist, Orgelspieler und zusätzlich der klangvolle Namen „Original Lauertaler Musikanten“ waren Vorraussetzung für das langsame Herantreten in die Riege der Unterhaltungskapellen. Im Jahre 1983 übernahm erster Trompeter Walter Bötsch den Dirigentenstab und unter seiner Leitung wurde im Herbst 1989 die Musikkasette „Lauertaler Musikanten spielen“ produziert. Bei diesem Höhepunkt der Vereinsgeschichte legte man großen Wert darauf, den Sound auch ohne die sonst üblichen angemieteten Studiomusiker selbst auf’s Band zu bringen. Besonders freute man sich über die Auftritte bei professionellen Veranstaltern, wie dem Kilianifestwirt, den Handballern aus Wallau-Massenheim oder bei der Bergkirchweih in Erlangen, da man sich dort – auch „nur“ als Hobbymusiker – einen Namen als „Botschafter der guten Laune“ erarbeitet hat.

Das Jahr 1994 steht als weiteres Jahr des Wechsels und des Umbruchs. Die organisatorische und musikalische Leitung wurde mit dem Vorsitzenden Dirk Bötsch und die Dirigenten Markus Ledermann neu besetzt. Ihre Aufgabe war es in erster Linie, das musikalische Erbe fortzuführen und zu festigen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stand der Ausbau der musikalischen Jugendausbildung vor Ort und die Sanierung des Musikheims.

Nach der Übernahme des Dirigentenstabs durch Hubert Ziegler erfolgte eine Neuorientierung in Richtung böhmischer und moderner Blasmusik. Mit dem Nachbarverein in Niederlauer wird unter anderem das jährliche Gemeinschaftskonzerte veranstaltet. Das gemeinsames Vororchester, die „Lauerkids“ wird ebenfalls mit Niederlauer zusammen betrieben. Heute liegt die organisatorische Leitung des Vereins in der Hand von Wolfgang Bötsch. Mit ihren musikalischen Auftritten sind die Lauertaler Musikanten ein fester Bestandteil im dörflichen Zusammenleben.